Distanzunterricht

Distanzunterricht
– für den Fall, dass der Präsenzunterricht nicht (für alle) machbar ist

Distanzunterricht, dazu gehört für uns, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur einfach ihre Aufgaben daheim abarbeiten, sondern in ihrem Lern­prozess von den Lehr­kräften unterstützt werden, weiterhin die Schule als Gemeinschaft erfahren und einen strukturierten Alltag erleben.

Die Schule sendet den Unterricht von über­all nach überall und ist so in der Lage, flexibel auf unter­schiedliche Gegeben­heiten zu reagieren – ob reiner Distanz­unterricht oder Unterricht mit teilweiser Präsenz in der Schule. Unser Ansatz ermöglicht durch­gängigen Unterricht auch bei punktuellen Schließungen oder wenn Lern­gruppen kurz­fristig verkleinert werden müssen.

Unser Konzept

Der Unterricht startet mit einem verbindlichen Kontakt zu Beginn der Stunde (via VideoChat oder Messenger). Die Lehrpersonen besprechen mit ihren Schülerinnen und Schüler den anstehenden Unterricht, die Aufgaben und aktuelle Informationen. Der Unterricht endet mit einem Abschluss­meeting. Dabei reflektiert die Klasse die Lern­ergebnisse und bespricht wichtige Themen. In der Unterrichtszeit dazwischen sind die Lehr­kräfte in fach­bezogenen Video­konferenzräumen, Chats oder auch telefonisch für die Schülerinnen und Schüler jederzeit erreichbar. Über die Lern­platt­form HPI Schul-Cloud organisieren und koordinieren die Kinder und Jugendlichen und Lehrpersonen das Lern­pensum, die Schüler/innen suchen sich selbst­ständig Lern­aufgaben und arbeiten diese eigen­verantwortlich ab. Bei Fragen können sie die entsprechenden Video­konferenz­räume betreten und sich mit den Lehrpersonen austauschen. Die Lernenden sollen selbst entscheiden, wann sie Hilfe benötigen. Ergebnisse ihrer Arbeit schicken die Schülerinnen und Schülerinnen an ihre Lehr­kräfte per Messenger (schul.Cloud) oder über das Lernmanagementsystem (HPI Schul-Cloud) – das Feedback erhalten sie ebenfalls über diese Kommunikationskanäle oder sie besprechen dies persönlich in einem Videomeeting mit der Lehrperson.

Das Europa-Gymnasium bemüht sich auch während des reinen Distanzunterrichts darum, den individuellen Voraus­setzungen gerecht zu werden. Kinder, die deutlich mehr Unter­stützung brauchen, werden enger betreut und bleiben länger im engen Kontakt, um intensiver und gemeinsam mit der Lehrkraft zu arbeiten. Schüler/innen, die besser mit dem selbst­ständigen Lernen zurecht­kommen, haben dagegen mehr Freiheiten in der Gestaltung ihres Lernens im Rahmen der Unterrichtszeit.

Das persönliche Coaching durch ältere Schüler/innen, ein wichtiger Bestand­teil der pädagogischen Arbeit des Europa-Gymnasiums während der Zeit von Schulschließung und Distanzunterricht, wird fort­gesetzt. Das ermöglicht der Schule, die Kinder und Jugendlichen in der belastenden Situation abzuholen sowie Ängste und Unsicherheiten abzubauen und sie, so erforderlich, ganz individuell in der Organisation des Lernens zu unterstützen.

Neben dem Distanzunterricht organisiert die Schule in Zeiten der Schulschließung (digitale) Erlebnisse – zum Challenges.

Eckpunkte des Distanzunterrichts am Europa-Gymnasium

Rahmenbedingungen (Erlasslage):

  • Distanzunterricht (analog und digital) ist gleichwertig zum Präsenzunterricht
  • S’uS sind zur Teilnahme verpflichtet – ebenfalls besteht die Verpflichtung zur Teilnahme an Prüfungen in der Schule
  • Lehrer/innen gewährleisten die Organisation und die pädagogisch-didaktische Begleitung
 des Lernens
  • die Anforderungen der Kernlehrpläne sind verbindlich

Kommunikationskanäle:

  • zwischen Lehrpersonen/Schulleitung und Eltern via eMail u. Telefon
  • zwischen Lehrpersonen/Schulleitung und Schülerinnen/Schülern via
    – Messenger  (Schul.Cloud)
    – Lern Mangement System (HPI Schul-Cloud)
    – Video Chats (unter HPI Schul-Cloud, oder, falls die nicht nicht ausreichend eingeübt ist, unter Schul.Cloud oder Zoom  (
zur Bildübertragung wird vorab das Einverständnis eingeholt)

Struktur

  • weitestgehend in der Stundenplanstruktur 
(falls nur einzelne Schüler/innen oder Lehrpersonen betroffen sind, Kontakthalten parallel zum Unterricht, Kommunikationspartner in der Lerngruppe für die Distanzlerner/in/nen bzw. -unterrichtenden festlegen)
  • Anwesenheitskontrolle (digitales Klassenbuch)
  • in der Erprobungsstufe weiterhin Wochenplanarbeit
  • Erreichbarkeit der Lehrer/innen zumindest in der Unterrichtszeit 
gem. Stundenplan
  • verbindliches Einsenden von Arbeitsergebnissen u. entsprechendes Feedback (im Umfang wie auch im Rahmen des Präsenzunterrichts)
  • Study Hall (Arbeitsplätze mit Betreuung) – Angebot wird, falls erforderlich, in der Schule vorgehalten
  • Ausleihe von Tablets möglich
  • im Fall des Unterrichtsausfalls -> Infokanäle u. Aufgaben wie sonst

Leistungsüberprüfungen

  • Leistungsnachweise in Präsenz
  • Leistungsnachweise im Video-Chat
  • Portfolios, schriftliche Ausarbeitungen, mediale Produkte

Schulung / Einübung

  • Schulung von Lehrpersonen und Schülerinnen/Schülern durch ein Fortbildungsteam aus dem Kreis der Lehrpersonen
  • Einübung seitens der Lehrpersonen 
durch Arbeit mit dem LMS HPI Schul-Cloud 
in mindestens einer Lerngruppe,
    wobei sichergestellt wird, dass auch alle Schüler/innen dieses 
 System in mindestens einer Lerngruppe anwenden