„Eine Veranstaltung, die hoffentlich lange nachwirkt“

Veröffentlicht am 23. Januar 2024

Heimisches Crashkurs-Team schildert am Europa-Gymnasium die Folgen von Unfällen

„Ein vernünftiger und rücksichtsvoller Umgang im Straßenverkehr ist das A und O”, appellierte die Polizei im Rahmen des Crashkurses NRW an die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Europa-Gymnasiums Warstein. Der Crashkurs NRW ist ein Präventionsprogramm, welches den Jugendlichen die Folgen einiger Verkehrsunfälle junger Menschen schildert, um ihnen daran aufzuzeigen, wie wichtig es ist, sich an die Verkehrsregeln zu halten und nicht zu Selbstüberschätzung zu neigen. Maike Truxius, die Verkehrssicherheitsberaterin der Kreispolizeibehörde Soest, hatte im Vorfeld Kontakt zu Oberstufenkoordinator Markus Schröder aufgenommen, sodass die Jungen und Mädchen gut darauf vorbereitet werden konnten, was sie erwartet. Im Rahmen dieser Vorbereitung hatten die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe sich über ihre Ziele und Träume, die sie für ihr Leben haben, Gedanken zu machen.

Bei dem eigentlichen Crashkurs berichteten die Polizeihauptkomissarin Silke Hautkapp und die Notfallseelsorgerin Heike Gösmann von der Freiwilligen Feuerwehr Lippstadt von ihren Erfahrungen und Erlebnissen bei schwerwiegenden Unfällen junger Menschen im Alter von circa 16 bis 25 Jahren. Ebenfalls erzählten sie den Jugendlichen davon, wie sie sich bei der Erstversorgung oder dem Überbringen einer Todesnachricht gefühlt haben und zeigten dazu eindringliche Bilder der Unfallstelle, um den Hergang genauer nachvollziehen zu können. Zu den Referenten zählten außerdem Daniel Schröder, welcher von einem Verkehrsunfall berichtete, bei dem er selbst in das Geschehen involviert war und Sonja Graskemper, die in jungen Jahren verunfallt war und weiterhin die schweren Folgen dessen davontragen muss.

Die meisten dieser Unfälle wurden aufgrund von missachteten Regeln wie zum Beispiel durch zu schnelles Fahren oder durch Alkohol am Steuer verursacht und hätten einen deutlich milderen Ausgang haben können, wenn nicht sogar vermieden werden können. Alle der Referenten appellierten an die Jugendlichen: „Passt gut auf euch und eure Mitmenschen im Straßenverkehr auf, seid achtsam und haltet euch an die Geschwindigkeitsbegrenzung.”

Während der gesamten Veranstaltung stand ein Beratungslehrer des Gymnasiums zur Verfügung. Auch nach der Veranstaltung hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit ein Gespräch aufzusuchen, um das Gehörte zu verarbeiten und emotional aufgefangen zu werden.

Das Team der Polizei richtete im Nachhinein ein positives Feedback an die Jugendlichen, welche zum Teil ziemlich erschüttert waren und hofft, dass diese Sensibilisierung lange in den Köpfen der Jungen und Mädchen bleibt. Auch Oberstufenkoordinator Markus Schröder sieht dem positiv entgegen und hofft, dass „die Veranstaltung lange nachwirkt”.

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