Warsteiner Gymnasiasten zeigen „Kaviar trifft Currywurst“

Veröffentlicht am 22. Juni 2018

Der Literaturkurs des Warsteiner Gymnasiums hat das Stück „Kaviar trifft Currywurst“ aufgeführt. Wie das Publikum reagierte.

Wie verwandelt man eine heruntergekommene Eckkneipe an nur einem Tag in ein feines Edel-Lokal? Der Literaturkurs der Stufe 11 des Europa-Gymnasiums Warstein beschäftigte sich mit genau dieser Frage in seinem humorvollen Theaterstück „Kaviar trifft Currywurst“, das die 21 Schüler mit ihrer Lehrerin Antje Urbach im Laufe des Schuljahres intensiv eingeübt hatten und mit doppelter Besetzung sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch Abend im gut gefüllten Forum des Gymnasiums zur Schau stellten.

Missgünstiger Konkurrent

In dem Stück geht es um die bodenständige Erna Wutschke (Leonie Weidlich; Marlene Lilje), der Besitzerin einer schlecht laufenden Eckkneipe, die ihr Lokal schleunigst in ein Gourmet-Restaurant verwandeln muss, weil ihr Cousin Harry (Luc Enste; Kai Fraser) seinen Besuch ankündigt. Von diesem hatte Erna sich einst Geld geliehen, weil er glaubte sie führe ein feines Edellokal. Um nicht aufzufliegen, muss die schlichte Barfrau nun mit allen Mitteln versuchen, ihr Lokal fein herzurichten. Dabei erhält sie Hilfe von Stammgast Sandy (Lina Trüten; Marie Brall) und ihrem Verehrer, dem tollpatschigen „Blümchen“ (Joel Krischer; Malik Hillmann). Jedoch stürzt das Team um Erna von einer Katastrophe in die Nächste, nicht zuletzt weil Ernas missgünstiger Konkurrent Wolfgang (Alex Menke; Kevin Orlik) nichts unversucht lässt, den Plan zu sabotieren.

Viel Freude und Lacher

Als Harry dann auch noch einen Tester vom Magazin „Der Feinschmecker“ (Marc Juckenhöfel; Yannik Enste) ankündigt, scheint Ernas Traum von einer eigenen Kneipe gänzlich geplatzt zu sein. Am Ende ist es schließlich ihre hauseigene Currywurst, die den Tester überzeugt und das Lokal vor dem Bankrott rettet.

Das Stück konnte die zahlreichen Zuschauer in ganzer Linie überzeugen und die skurrilen Figuren und ihre besondere Inszenierung sorgten für viel Freude und einige Lacher.
Doch nicht nur das Publikum, sondern auch Antje Urbach war mit den Leistungen ihrer Schüler mehr als zufrieden. Diese Zufriedenheit basierte auf Gegenseitigkeit, so bedankte sich der Kurs mit einem Blumenstrauß für die Bemühungen ihrer Lehrerin. Es waren zwei gelungene Auftritte, die sowohl bei den Zuschauern als auch bei den Akteuren im Gedächtnis bleiben werden.

 

Freitag, 22. Juni 2018

Von: Carlo Severin, Westfalenpost, 22.6.2018