News aus Frankreich

Veröffentlicht am 11. Oktober 2018

Bei herrlich goldenem Herbstwetter ging es am Dienstag nach Amiens und am Mittwoch ins Kunstmuseum.

Bei herrlich goldenem Herbstwetter ging es am heutigen Dienstag nach Amiens. Dort besichtigten die deutschen Schüler per Boot morgens die sogenannten „hortillonages“ von Amiens, das auch „das kleine Venedig des Nordens“ genannt wird: Hierbei handelt es sich um urbar gemachtes Sumpfgebiet inmitten der Stadt selbst, das seit dem Mittelalter als Gemüsegarten der Region galt; heute handelt es sich um zumeist private Schrebergärten, die aber immer noch durch viele kleine Kanäle voneinander getrennt und nur mit dem Boot zu erreichen sind. Nach einem mittäglichen Picknick bot sich eine nähere Betrachtung der gotischen Kathedrale Notre-Dame d‘Amiens an, die als größte ihrer Art in Europa gilt. Ein begleitender französischer Geschichtslehrer lieferte die interessanten Details, bevor dann die Schüler die Gelegenheit bekamen, die Innenstadt von Amiens auf eigene Faust zu erkunden.

Bei weiterhin herrlichem Herbstwetter bildeten wir uns am heutigen Mittwochvormittag im künstlerischen Bereich  fort und besuchten das Matisse-Museum in Cateau-Cambrésis, dem Örtchen, in dem der Künstler das Licht der Welt erblickt hat. Wir erlebten anhand einer sehr informativen Führung viele seiner sehr eindrucksvollen farbigen Bilder. Nach ein Picknick zu Mittag im angrenzenden Park des Schlossmuseums fuhren wir nach Guise, um dort die revolutionären Ideen des Großindustriellen Jean-Baptiste André Godin in die Tat umgesetzt vorzufinden: Aufgrund seiner eigenen Erfahrungen mit den ärmlichen Verhältnissen von Arbeitern im 19. Jahrhundert  hat Godin für seine Arbeiter eine ganze Stadt geschaffen und finanziert, in der diese angenehme und vor allem gesunde Lebensbedingungen vorfanden.