„Französisch/Sport Säulen des Lebens“

Veröffentlicht am 15. September 2018

Franz-Josef Berghoff wird Sonntag 80 Jahre – Die Schulgemeinde schließt sich den besten Glückwünschen an!

„Französisch und Sport“ sind für Franz-Josef Berghoff nicht nur die zwei Fächer, in denen er nach dem Abitur in Brilon sein Lehramtsstudium
in Münster aufnahm, nein, es wurden und sind für ihn „Säulen des Lebens“, wie er es gestern formulierte. Warsteins Ehrenringträger, Motor der Städtepartnerschaft mit St. Pol, Ehemann an der Seite einer ihn stets unterstützenden Ehefrau Doris, dreifacher Vater, siebenfacher Opa, 61-facher begeisterter Sportabzeichen- Absolvent und überdies auch noch jahrzehntelanger Warsteiner VHS-Ortsringleiter feiert am morgigen Sonntag seinen 80. Geburtstag.
Dass er auf dem Papier gebürtiger Münsteraner ist, hat damit zutun, dass seine aus Warstein stammenden Eltern wegen der Beschäftigung des
Familienoberhauptes bei der Westfälischen Landes-Eisenbahn den Arbeitsplätzen folgten am Ende aber wieder in Warstein landeten.

Als Referendar hatte Franz-Josef Berghoff erneut einmal die Chance, sich für oder gegen Warstein (im Wettbewerb mit einem Angebot aus Dortmund) zu entscheiden. Der gute Kontakt zu Dr. Egon Enste, der neben dem Aufbau des Neusprachlichen Gymnasiums auch die Aufnahme der Städtepartnerschaft mit St. Pol zu bieten hatte, ließ die Berghoffs dann einmütig zu der Entscheidung kommen: „Wir verbringen unser Leben in Warstein!“ Im Rückblick auf acht Jahrzehnte strahlte er gestern gemeinsam mit Ehefrau Doris: „Wir haben es bis heute nicht bereut.“
Über das, was die Städtepartnerschaft von Warstein mit dem nordfranzösischen St. Pol bewirkt hat, könnte man Bücher schreiben. Dass
der bereits verstorbene Mitstreiter Sylvain Macrez und Berghoffs „beste Freundin“ Marie-France Acquart dies 1997 und zum großen Jubiläum „50 Jahre“ 2014 auch getan haben, erfüllt Franz-Josef Berghoff mit großer Zufriedenheit.
Die Berghoffs waren an beiden Werken mit einer enormen Übersetzungsleistung beteiligt, schließlich sollten die Chroniken für Menschen beider Städte nachzuvollziehen sein.
Was für den angehenden 80-jährigen das großartigste Ereignis in all den Städtepartnerschafts- Jahren war? „Die Herzlichkeit, Offenheit und
Fröhlichkeit der St. Poler!“ Bevor Franz-Josef Berghoff erstmals St. Poler Boden betrat, hatte er bei einem studentischen Auslandsjahr in Caen bereits Frankreich-Erfahrung hautnah erlebt. So war es naheliegend, dass die Warsteiner seine Übersetzer- Dienste gern in Anspruch nahmen. „Die Städtepartnerschaft entwickelte sich prächtig“, blickt er zurück. Dass dies weiter geht, ist ihm ein großes Anliegen. So freut er sich im nächsten Jahr auf die Feier zum 55-Jährigen, die wegen der Europawahl und des neu benannten „Europagymnasiums“ anders als üblich ablaufen soll – auch mit Blick auf die neue Partnerschafts-Generation, die Dank des Wirkens der Warsteiner Europafreunde (WEF) den Schritt in die Zukunft erfolgreich vollzieht.
Den vielen Glückwünschen von Familie, Freunden und Nachbarn schließt sich unsere Zeitung herzlich an.

 

Aus: Soester Anzeiger vom 15.09.18.